EU AI Act KMU-Guide: Was kleine Unternehmen jetzt wissen müssen

Der EU AI Act ist primär ein Gesetz für Hochrisikofelder – die meisten KMU werden weniger stark betroffen sein als befürchtet. Aber es gibt klare Ausnahmen. Dieser Guide erklärt, was KMU konkret beachten müssen.

Bin ich als KMU betroffen?

Die meisten KMU sind als Betreiber (nicht als Anbieter) von KI tätig – sie kaufen KI-Tools und nutzen sie. Als Betreiber haben Sie deutlich weniger Pflichten als Anbieter.

Betroffen sind KMU, die KI in folgenden Bereichen einsetzen:

  • Personalrecruiting und -management (CV-Screening, Leistungsbewertung)
  • Kreditvergabe oder Bonitätsbewertung
  • Bildung und E-Learning
  • Öffentliche Dienstleistungen

Nicht betroffen: KMU, die KI nur für interne Prozesse wie Marketing, Content oder Produktivität nutzen.

Vereinfachungen für KMU

Der EU AI Act sieht ausdrückliche Erleichterungen für KMU vor:

  • Günstigere Prüfgebühren für benannte Stellen
  • Vereinfachte Dokumentationsanforderungen in bestimmten Fällen
  • Zugang zu Regulierungssandboxes
  • Technische Unterstützung durch nationale Behörden

Erste Schritte für KMU

  1. KI-Inventar: Welche KI nutzen Sie? Für welchen Zweck?
  2. Klassifizierung: Nutzen Sie den AI Risk Check (kostenlos)
  3. Anbieter prüfen: Sind die von Ihnen eingekaufte KI-Tools konform?
  4. Mitarbeitende schulen: Jeder, der mit KI arbeitet, muss die Grundlagen kennen

Fristen für KMU

Die wichtigsten Deadlines:

  • 2. Februar 2025: Verbote in Kraft (prüfen Sie, ob Sie verbotene Systeme nutzen)
  • 2. August 2026: Hochrisiko-Pflichten in Kraft
Kostenloser Check

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