EU AI Act: Timeline 2024–2027
Der EU AI Act wird schrittweise eingeführt – mit vier zentralen Meilensteinen zwischen 2024 und 2027. Hier sind alle Fristen mit Kontext erklärt.
EU AI Act tritt in Kraft
Die Verordnung (EU) 2024/1689 wird im EU-Amtsblatt veröffentlicht und tritt formell in Kraft. Die eigentlichen Pflichten gelten noch nicht.
Verbote in Kraft (Art. 5)
Alle verbotenen KI-Praktiken müssen sofort eingestellt werden: Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz, manipulative KI-Techniken, biometrische Kategorisierung nach sensiblen Merkmalen, Echtzeit-Biometrie. Bußgelder: bis 35 Mio. € oder 7% globaler Jahresumsatz.
GPAI-Modell-Pflichten
Anbieter von General Purpose AI Modellen (ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral etc.) müssen technische Dokumentation, Urheberrechtsregeln und die EU-KI-Policy einhalten. Der GPAI Code of Practice ist in Kraft.
⚡ Hauptdeadline – Hochrisiko-Pflichten
Die Anforderungen für Hochrisiko-KI-Systeme (Art. 8–15) gelten vollständig. Anbieter brauchen: CE-Kennzeichnung, technische Dokumentation, Risikomanagement, Daten-Governance, EU-KI-Datenbankregistrierung. Bußgelder: bis 15 Mio. € oder 3% Jahresumsatz.
Eingebettete Hochrisiko-Systeme
Alle Regelungen gelten nun auch für Hochrisiko-KI-Systeme, die als Sicherheitskomponente in Produkten eingebettet sind, die bereits anderen EU-Harmonisierungsvorschriften (Anhang I) unterliegen – z.B. KI in Medizingeräten, Fahrzeugen.
Handlungsempfehlung: Jetzt vorbereiten
Der 2. August 2026 ist die wichtigste Deadline für die meisten Unternehmen. Hochrisiko-Systeme, die noch nicht konform sind, riskieren Bußgelder und Marktentzug. Empfehlung: Mindestens 12 Monate Vorlaufzeit einplanen.
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